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Welche T-Shirt-Größe habe ich?

T-Shirt-Größe messen: PRICE OF FAME T-Shirt mit riesigem gelbem Maßband auf dem Dach

Kurz beantwortet

Zwei Shirts, beide mit einem M im Nacken: Das eine misst flach von Achsel zu Achsel 50 Zentimeter, das andere 60, weil es oversized geschnitten ist. Welche T-Shirt-Größe du hast, verrät dir deshalb erst ein Maßband: Dein Brustumfang ergibt die Buchstabengröße (in deutschen Tabellen meist M bei 94 bis 101 cm, L bei 102 bis 109 cm), und die flach gemessene Breite deines bestsitzenden Shirts zeigt, welche Größe dir bei einem bestimmten Modell passt.

Die richtige Größe auf einen Blick

  • Brustumfang: waagerecht an der breitesten Stelle, Band anliegend, ein Finger Luft
  • Buchstabe: M meist 94 bis 101 cm, L 102 bis 109 cm Brustumfang
  • Faustregel: deutsche Konfektionsgröße ungefähr halber Brustumfang
  • Lieblingsshirt: flach hinlegen, Breite von Seitennaht zu Seitennaht messen
  • Flachmaß: mal zwei ergibt den Umfang des Shirts
  • US und UK: deutsche Konfektionsgröße minus 10 ergibt die Sakko-Größe dort
  • Oversized und Boxy: deine normale Größe
  • Slim Fit: im Zweifel die größere
  • Trockner: weglassen, sonst stimmen die Maße bald nicht mehr

Kurz gefragt

Welche T-Shirt-Größe habe ich bei 1,80 m?

Das verrät die Körpergröße allein nicht. Zwei Leute mit 1,80 m können ganz verschiedene Größen tragen, es zählt der Brustumfang. Wie groß unser Model ist und welche Größe es trägt, steht auf der Produktseite unter „Passform“.

Was bedeutet die Toleranz in einer Größentabelle?

Sie sagt, wie weit ein einzelnes Shirt von der Zahl in der Tabelle abweichen darf, nach oben oder unten. Bei uns steht sie direkt unter der Tabelle des Shirts. Baumwolljersey arbeitet beim Waschen, und die meisten unserer Shirts werden nach dem Nähen noch von Hand nachbehandelt, deshalb sind zwei Shirts in M nie auf den Millimeter gleich.

Passen die Shirts auch Frauen?

Ja, alle unsere Shirts sind unisex und folgen derselben Tabelle. Am sichersten misst du ein Shirt, das dir gut passt, flach aus und vergleichst die Breite, weil Damengrößen anders gezählt werden als Herrengrößen.

Was mache ich, wenn ich zwischen zwei Größen liege?

Das hängt am Schnitt. Bei Oversized und Boxy nimmst du die kleinere, wenn du es ruhiger magst, bei Slim Fit die größere, weil enge Baumwolle kaum nachgibt.

Ausführlich: messen, Tabellen lesen, Schnitt wählen

Der Buchstabe ist eine Verabredung, und jede Marke legt sie ein bisschen anders aus. Zehn Minuten mit dem Maßband ersparen dir das Rücksendeetikett.

Welche T-Shirt-Größe habe ich? Zwei Maße reichen

Für die richtige Größe brauchst du genau zwei Zahlen, und nur eine davon hat mit deinem Körper zu tun.

Die erste ist dein Brustumfang. Mit ihm findest du in einer allgemeinen Tabelle deine Buchstabengröße, und das reicht für klassisch geschnittene Shirts.

Die zweite ist die Breite eines Shirts, das dir richtig gut passt, flach auf dem Tisch gemessen. Diese Zahl hältst du neben die Maßtabelle des Shirts, das du kaufen willst. Das klappt bei jedem Schnitt, auch bei Oversized, wo der Buchstabe kaum noch etwas über die Weite verrät.

Reicht die Zeit nur für eine Messung, nimm die zweite.

Brustumfang messen: So geht es richtig

Du brauchst ein weiches Maßband aus dem Nähkasten und am besten jemanden, der hinten draufschaut. Am eigenen Rücken hält kaum einer das Band gerade.

  1. Miss im dünnen Shirt oder ohne, weil ein Hoodie unter dem Band schnell mehrere Zentimeter dazuschummelt.
  2. Leg das Band waagerecht um die breiteste Stelle der Brust, direkt unter den Achseln, vorne etwa auf Höhe der Brustwarzen und hinten über die Schulterblätter. Kontrollier im Spiegel, ob es hinten nicht absackt, weil ein schräges Band immer zu viel misst.
  3. Lass die Arme locker hängen und atme normal, weil eine aufgepumpte Brust einen Oberkörper misst, den du im Alltag nicht hast.
  4. Zieh das Band anliegend, aber nicht stramm. Ein Finger sollte noch darunter passen, weil ein straffes Band ins Gewebe drückt und dich eine Größe kleiner macht.
  5. Miss zum Schluss auch den Bauch. Ist er weiter als die Brust, zählt der größere Wert, weil das Shirt auch dort fallen soll, ohne zu spannen.

Als Faustregel entspricht die deutsche Herren-Konfektionsgröße ungefähr dem halben Brustumfang, Wikipedia rechnet genauer: höchster Brustumfang minus eins, geteilt durch zwei. Bei 100 Zentimetern landest du bei 50, und das ist in den meisten Tabellen M.

T-Shirt Größentabelle Herren: typische Werte in Deutschland

Die meisten deutschen Händler ordnen Brustumfang und Buchstaben fast gleich zu. Die folgenden Werte stehen so in der Herrentabelle von Otto, und Tchibo ordnet S bis 3XL genauso zu. Es sind typische Richtwerte für deinen Körper, keine Maße unserer Shirts.

  • XS: Brustumfang 78 bis 85 cm, Konfektionsgröße 40/42
  • S: Brustumfang 86 bis 93 cm, Konfektionsgröße 44/46
  • M: Brustumfang 94 bis 101 cm, Konfektionsgröße 48/50
  • L: Brustumfang 102 bis 109 cm, Konfektionsgröße 52/54
  • XL: Brustumfang 110 bis 117 cm, Konfektionsgröße 56/58
  • XXL: Brustumfang 118 bis 125 cm, Konfektionsgröße 60/62
  • 3XL: Brustumfang 126 bis 133 cm, Konfektionsgröße 64/66

Die europäische Norm EN 13402 setzt die Grenzen fast genauso, bei ihr reicht M von 94 bis 102 Zentimetern. Hinter solchen Tabellen stecken Reihenmessungen. Bei Männern lief die letzte Messung vor 2007 in den Siebzigern. Ab August 2007 scannten die Hohenstein Institute in Bönnigheim dann für das Projekt SizeGERMANY 13.362 Menschen zwischen 6 und 87 Jahren mit einem Laser-Ganzkörperscanner, im Auftrag von 80 Unternehmen, vor allem aus der Modebranche. Die Ergebnisse kamen im Februar 2009 und sind nicht öffentlich, sie stehen nur den Auftraggebern zur Verfügung (Wikipedia). Am Ende schneidet jede Marke nach ihren eigenen Zahlen.

Wie weit das auseinandergehen kann, zeigt der Rock- und Merch-Versand Impericon: Dort beginnt M schon bei 90 Zentimetern Brustumfang. Mit 92 Zentimetern bist du bei Otto S und bei Impericon M, und beide Shops haben recht.

EU, US und UK: Was die Buchstaben im Ausland bedeuten

S, M und L stehen weltweit auf Etiketten, die Zahlen dahinter nicht. Bei Sakkos und Jacken zählen amerikanische und britische Größen anders, und die Faustregel zum Umrechnen lautet: deutsche Konfektionsgröße minus 10. Aus 48 wird 38, aus 50 wird 40, so steht es in der Vergleichstabelle bei Wikipedia.

  • XS: DE 40/42, US/UK 30/32
  • S: DE 44/46, US/UK 34/36
  • M: DE 48/50, US/UK 38/40
  • L: DE 52/54, US/UK 42/44
  • XL: DE 56/58, US/UK 46/48
  • XXL: DE 60/62, US/UK 50/52

Bei Shirts aus den USA lohnt trotzdem ein zweiter Blick auf die Shirtmaße statt auf den Buchstaben. Steht die Tabelle eines Shops nur in Zoll, rechne kurz um: Ein Zoll sind 2,54 Zentimeter.

Wie misst man ein T-Shirt? Breite, Länge, Schulter, Ärmel

Für die zweite Messung holst du dein bestsitzendes Shirt aus dem Schrank, am besten eins im selben Schnitt wie das, das du kaufen willst: Oversized mit Oversized vergleichen, Slim mit Slim. Leg es glatt auf den Tisch und zieh nirgends, weil Jersey nachgibt und sich jede Zahl um ein, zwei Zentimeter strecken lässt.

  • Breite: waagerecht von Seitennaht zu Seitennaht, knapp unter den Achseln. Manche Tabellen messen direkt unter dem Ärmelansatz, Baur rät zu einer Handbreit darunter. Deshalb zeigen zwei Tabellen für ähnliche Shirts selten dieselbe Zahl, und du misst am besten so, wie es die Tabelle vor dir beschreibt.
  • Länge: vom höchsten Punkt der Schulter direkt neben dem Kragen senkrecht bis zur Saumkante.
  • Schulter: quer über den Rücken von Schulternaht zu Schulternaht. Manche Tabellen messen nur eine Seite, vom Kragen bis zur Naht. Dann ist die Zahl ungefähr halb so groß, und die Skizze neben der Tabelle verrät, welche Variante gemeint ist.
  • Ärmel: von der Schulternaht entlang der Oberkante bis zum Ende des Ärmels.

Drop Shoulder: Warum Schulter und Ärmel bei Oversized täuschen

Bei Oversized-Shirts sitzt die Schulternaht absichtlich ein paar Zentimeter tiefer, auf dem Oberarm. Dadurch wird das Schultermaß größer und der Ärmel, von der Naht aus gemessen, kürzer, obwohl der Stoff am Arm genauso weit reicht. Vergleich bei solchen Schnitten Schulter und Ärmel deshalb zusammen: Schulterbreite plus zweimal Ärmel ergibt die Spannweite von Ärmelende zu Ärmelende, und die kannst du mit jedem anderen Shirt vergleichen.

So liest du eine Größentabelle mit flachen Maßen

Du hast 100 Zentimeter Brustumfang, und in der Tabelle eines Shops steht bei M eine 60. Viele denken dann: viel zu klein. Ist es aber nicht. Die 60 ist nur die Breite von vorne, flach gemessen. Rund um den Körper ist das Shirt doppelt so weit, also 120 Zentimeter.

  1. Lies im Kopf der Tabelle nach, ob Körpermaße oder Shirtmaße gemeint sind. Steht da „flach gemessen“, „Breite“ oder „Brustbreite“, geht es ums Shirt.
  2. Leg dein Lieblingsshirt daneben und such die Größe, deren Breite deinem Maß am nächsten kommt.
  3. Prüf danach die Länge. Passt dein Shirt in der Breite zu M und in der Länge zu L, zählt das, was dich im Alltag mehr stört.
  4. Schau auf die Toleranz. Sie sagt, wie weit ein einzelnes Shirt von der Zahl in der Tabelle abweichen darf.

Der Abstand zwischen Shirt-Umfang und Brustumfang ist die Luft, die dir der Schnitt lässt. Ein M, das flach 50 Zentimeter breit ist, hat rundherum 100. Bei 95 Zentimetern Brustumfang bleiben dir also nur 5 Zentimeter Luft. Bei einem Oversized-Shirt sind es oft über 20. Das ist der Oversized-Schnitt in einer Zahl.

Wo du unsere Maße findest

Jedes Shirt hat seine eigene Tabelle. Sie steht auf der Produktseite unter „Passform“, flach gemessen. Die Buchstaben zeigen, wo gemessen wird:

Zeichnung eines T-Shirts mit den Messpunkten A Brust, B Länge, C Ärmel, D Ärmelöffnung, E Schulter

A Brust, B Länge, C Ärmel, D Ärmelöffnung, E Schulter.

Alle unsere Shirts sind unisex, für Herren und Damen. Bei unseren weiten Modellen ist die Weite schon eingerechnet, du musst also nicht größer bestellen, um weit zu tragen. Boxy ist etwas kürzer, Slim Fit enger, YOKO ONO extra lang. Unter „Passform“ steht auch, wie groß unser Model ist und welche Größe es trägt. Bist du ähnlich groß, zeigen dir die Fotos ziemlich gut, wie das Shirt an dir fällt.

Oversized, Boxy, Slim Fit: größer oder kleiner bestellen?

Oversized: deine normale Größe

Ein Oversized-Shirt ist so geschnitten, dass es schon in deiner normalen Größe weit fällt. Nimm also die Größe, die du sonst trägst. Eine Nummer größer geht, wenn du es extremer willst, nur wird das Shirt dabei auch länger, und die Schulternaht wandert weiter den Arm hinunter. Reicht der Ärmel bis über den Ellbogen, ist das Shirt zu groß. Liegst du zwischen zwei Größen und magst es ruhiger, nimm die kleinere.

Wie das in Schwarz aussieht, zeigt SHOTTIE: 300 GSM, schwer genug, dass die Weite steht, statt an dir herunterzuhängen. Woran du einen guten Oversized Fit erkennst, steht in unserem Ratgeber zur Oversized-Passform. Alle Shirts in diesem Schnitt findest du unter Oversized T-Shirts.

Boxy: zuerst auf die Länge schauen

Boxy heißt breit und etwas kürzer. Wer hier größer bestellt, bekommt vor allem mehr Länge, und dann ist die kastige Proportion weg, wegen der du das Shirt wolltest. Bleib bei deiner Größe. Bist du sehr groß, schau zuerst auf die Länge in der Tabelle und erst danach auf die Breite. Bei Boxy wie FUGITIVE oder PRICE OF FAME ist der etwas kürzere Saum gewollt. Bei beiden öffnest du die Tabelle direkt auf der Produktseite über den Knopf „Größentabelle“.

Slim Fit: im Zweifel die größere

Ein Slim-Fit-Shirt liegt nah am Körper, und reine Baumwolle ohne Elasthan gibt kaum nach. Liegst du zwischen zwei Größen, nimm hier die größere, weil ein zu knappes Slim-Shirt sofort auffällt: Ziehen sich von den Achseln schräge Falten über die Brust, spannt es.

Relaxed wie ENERGY liegt dazwischen, lockerer als Regular und weniger weit als Oversized. Hier passt deine normale Größe. Wie sich die drei großen Schnitte im Detail unterscheiden, zeigt unser Vergleich Boxy vs. Oversized vs. Slim Fit.

Häufige Fehler bei der T-Shirt-Größe

  • Körpermaß mit Flachmaß vergleichen. 100 Zentimeter Brust gegen 60 Zentimeter Breite klingt zu eng, aber rundherum hat das Shirt 120: reichlich Luft. Erst verdoppeln, dann vergleichen.
  • Dem Buchstaben trauen. Ein M ist nicht überall gleich groß, jede Marke und jedes Shirt hat eigene Maße. Vergleich Zahlen, die Buchstaben kannst du vergessen.
  • Ein ausgeleiertes Shirt als Vorlage nehmen. Ein Shirt, das nach vielen Wäschen in die Breite gegangen ist, verfälscht jede Messung. Nimm eins, das noch in Form ist.
  • Für den Oversized-Look ein normales Shirt zwei Nummern größer kaufen. Es wird vor allem lang, und die Schulternaht rutscht Richtung Ellbogen. Ein Oversized-Schnitt in deiner Größe sitzt besser.
  • Die Länge vergessen. Wer groß ist, merkt es zuerst am Saum, weil die Länge von Größe zu Größe meist nur wenig wächst.
  • Das Shirt in den Trockner stecken. Hitze und Trommel lassen Baumwolle einlaufen, und plötzlich wirkt die richtige Größe zu klein. Wasch unsere Shirts auf links bei 30 Grad und lass sie an der Luft trocknen, dann bleiben die Maße aus der Tabelle die Maße deines Shirts.

Und die zwei Shirts vom Anfang? Beide tragen ein M im Nacken, und nur eins davon passt dir. Welches, weißt du nach zehn Minuten mit dem Maßband, lange bevor der Paketbote klingelt.

Quellen7
  1. OTTO: Größentabellen für Herren
  2. Tchibo: Größentabellen für Herrenkleidung
  3. Wikipedia: Konfektionsgröße (mit EN 13402 und SizeGERMANY)
  4. Wikipedia: EN 13402 (führt zum Artikel Konfektionsgröße)
  5. Wikipedia: Clothing sizes (englisch)
  6. Impericon: Größen, mit Maßen der Merch-Rohlinge
  7. BAUR Magazin: T-Shirt Größentabelle für Damen und Herren

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