Wie sieht ein Rockstar Outfit aus?
Kurz beantwortet
Freitagabend, Schlange vor einem Konzert: Alle tragen Schwarz, und jeder trägt es anders. Ein Rockstar Outfit besteht aus wenigen Teilen: ein Bandshirt oder Shirt mit großem Motiv, eine schwarze Lederjacke, eine schwarze Jeans, Boots und ein Stück Silberschmuck. Zwei davon setzen den Ton, alle zusammen sind die volle Montur, und alles darf schon ein bisschen getragen aussehen.
Rockstar Outfit auf einen Blick
- Shirt: Bandshirt oder Graphic Tee, also ein Shirt mit großem Motiv, gern verwaschen
- Jacke: schwarze Lederjacke im Biker-Schnitt, endet am Gürtel
- Hose: schwarze Jeans, eng oder gerade
- Schuhe: Chelsea Boots, Schnürboots oder flache Sneaker
- Schmuck: Silber, von einem Ring bis zu vielen Ketten
- Farben: Schwarz, Grau, Weiß, dazu eine kräftige Farbe oder mehr
- Wie viel: ein Rock-Teil als Akzent oder alle auf einmal, wie du willst
- Volle Montur: Nieten, Bandana, Lederhose und Sonnenbrille auf einmal, so oft du willst
- Herren und Damen: dieselben Teile, nur anders kombiniert
Kurz gefragt
Wie zieht man sich an wie ein Rockstar?
Starte mit einem schwarzen oder verwaschenen Shirt mit Motiv. Dazu kommen eine schwarze Jeans und eine Lederjacke. Boots und ein Silberring machen den Look fertig.
Was zieht ein Mann zum Rockstar Outfit an?
Am einfachsten: Bandshirt, schwarze Lederjacke, schwarze gerade Jeans, Chelsea Boots. Ohne Lederjacke geht auch eine schwarze Jeansjacke.
Wie sieht ein Rockstar Outfit für Damen aus?
Dieselben Teile wie bei Männern. Dazu passen ein Minirock mit schwarzer Strumpfhose oder ein langes Shirt als Kleid. Boots machen den Look härter, High Heels glamouröser.
Welche Schuhe tragen Rockstars?
Meistens Boots. Am beliebtesten sind Chelsea Boots, das sind Stiefeletten mit Gummizug an der Seite. Die Punkband Ramones trug aber schon in den Siebzigern einfach Sneaker.
Was ist der Unterschied zwischen Rockstar Outfit und Rockstar Kostüm?
Ein Outfit besteht aus echten Kleidungsstücken, die du immer wieder anziehst. Ein Kostüm ist zum Verkleiden gemacht: Glitzer, Perücke, Plastikgitarre.
Muss ich die Band auf meinem Shirt kennen?
Niemand fragt dich ab. Wer aber kein Gespräch über ein Album riskieren will, nimmt ein Shirt mit Motiv ohne Bandnamen.
Ausführlich: fünf Rock-Looks und wie du sie heute trägst
Die Grundform des Rockstar Outfits ist über 70 Jahre alt. Und sie kommt gar nicht von einer Band. Sie kommt aus einem Film.
Woher kommt der Rockstar Look?
1953 kam der Film „Der Wilde“ ins Kino. Marlon Brando spielt darin den Anführer einer Motorradbande. Er trägt schwarze Lederjacke und Jeans. Für viele Jugendliche der Fünfziger wurde er damit zum Vorbild.
Brando selbst war davon überrascht, das schrieb er Jahrzehnte später in seinen Erinnerungen. T-Shirt, Jeans und Lederjacke standen auf einmal für Rebellion. Gut 20 Jahre später holte sich eine Punkband aus New York die Idee mit der Lederjacke: die Ramones. Seitdem gehört sie zu fast jedem Rock-Look.
Was den Rockstar Look heute ausmacht, ist schnell gesagt. Viel Schwarz. Ein Teil, das schon Spuren hat. Und ein Detail, das glänzt, meistens Silber.
Die großen Rockstar Looks: von Glam Rock bis Rap
Rock hat viele Looks. Fünf davon siehst du bis heute auf der Straße.
70er Glam Rock: Glitzer und Plateauschuhe
Glam Rock war Rockmusik mit Glitzer und Schminke. Er entstand Anfang der Siebziger in Großbritannien. Typisch waren Plateauschuhe und glänzende Stoffe.
Der berühmteste Glam-Star ist David Bowie, britischer Sänger. 1972 trat er als Kunstfigur Ziggy Stardust auf. Er hatte knallrote Haare und trug einen bunten Overall, sogar im Fernsehen.
So trägst du es heute: Ein glänzendes Teil setzt einen Akzent, etwa ein Satinhemd offen über einem weißen Shirt, dazu schwarze Jeans und Boots. Mit mehr Glanz wird der Look glamouröser, bis hin zum Glitzer-Overall.
Punk: Lederjacke, kaputte Jeans, Sneaker
Punk kam Mitte der Siebziger auf, in New York und London. Die Ramones hatten eine feste Uniform: lange Haare, Lederjacke, T-Shirt, kaputte Jeans und Sneaker.
Andere Punks steckten Sicherheitsnadeln in ihre Kleidung. Auf die Jacken kamen Nieten, Farbe und Anstecker.
So trägst du es heute: Lederjacke, weißes oder schwarzes Shirt, schwarze Jeans mit offenem Knie, flache Sneaker. Nieten an einem Teil setzen einen Akzent, an allen wird es richtig Punk.
90er Grunge: Flanellhemd und verwaschenes Shirt
Grunge ist der Look der Rockbands aus Seattle um 1990. Die bekannteste war Nirvana mit Sänger Kurt Cobain. Dazu gehören Flanellhemd, altes Shirt, kaputte Jeans und schwere Boots. Fast alles kam aus dem Secondhandladen.
So trägst du es heute: graues, verwaschenes Shirt, offenes Karohemd darüber, gerade Jeans, Boots. Alles Weitere steht in unserem Ratgeber Grunge Style.
2000er Indie Sleaze: die Partyjahre
2001 brachten The Strokes, eine Band aus New York, ihr erstes Album heraus. Ihre Szene hatte einen eigenen Look. Dazu gehörten enge Jeans, Lederjacken, Bandshirts, hohe Chucks und verschmierter Kajal. Und Partyfotos mit grellem Blitz.
Den Namen Indie Sleaze bekam das Ganze erst 2021, durch einen Instagram-Account. Sleaze heißt so viel wie schmuddelig. Gemeint ist das liebevoll.
So trägst du es heute: enge schwarze Jeans, gestreiftes oder etwas kürzeres Shirt, kurze Lederjacke, hohe Chucks. Ein kurzes Shirt lässt die Beine länger wirken.
Heute: Rap-Rockstars
2017 hieß ein Song des US-Musikers Post Malone einfach „Rockstar“. Mit Rapper 21 Savage kam er damit auf Platz 1 in den USA und Platz 2 in Deutschland.
Auch die Kleidung wanderte rüber. Rapper Travis Scott trug um diese Zeit meist kaputte enge Jeans, schwarze Bandshirts und ab und zu auffälligen Schmuck. Rockstar heißt im Rap: laut, reich und ein bisschen gefährlich.
So trägst du es heute: Shirt mit großem Motiv, weite Jeans, schwere Boots, zwei oder drei Silberketten. Hier ist der Schmuck oft lauter als bei den anderen Looks.
Was brauche ich für ein Rockstar Outfit? Die fünf Schlüsselteile
Bandshirt oder Graphic Tee
Ein Graphic Tee ist ein T-Shirt mit großem Motiv. Ein Bandshirt ist dasselbe, nur mit Bandnamen. Verwaschen, mit weichem Druck und kleinen Spuren, sieht es nach vielen Konzerten aus. Ein nagelneues Shirt mit glänzendem Druck wirkt frisch, wie gerade am Merch-Stand gekauft.
Achte auf dicken Stoff. Ein schweres Shirt behält unter der Jacke seine Form, ein dünnes wellt sich am Kragen. Unsere aktuelle Kollektion heißt Rockstar Attitude. Sie hat vier Shirts aus schwerer Baumwolle mit 300 GSM. Mehr Shirts mit Motiv findest du bei den Graphic Tees.
Lederjacke
Der Klassiker ist die Bikerjacke mit schrägem Reißverschluss. Das erste Modell dieser Art kam 1928 heraus, es hieß Perfecto. So sitzt sie klassisch:
- Länge: Die Jacke endet am Gürtel, nicht darunter.
- Schulter: Die Naht sitzt genau auf der Schulter.
- Ärmel: Sie enden am Handgelenk.
- Darunter: Unter eine enge Jacke passt ein schmales oder kurzes Shirt, ein weites Shirt braucht eine lockere Jacke darüber.
Kunstleder geht auch. Mattes wirkt wie echtes Leder, glänzendes eher wie Lack.
Schwarze Jeans: eng oder gerade?
In den 2000ern war die ganz enge Skinny Jeans Pflicht. Heute wirkt eine gerade Jeans entspannter. Eine Idee: Zum weiten Shirt passt eine gerade Hose, zur engen Hose ein kürzeres Shirt.
Für die enge Hose eignen sich Boxy-Shirts, die weit und etwas kürzer geschnitten sind. Den Unterschied zu Oversized und Slim Fit erklären wir in Boxy, Oversized oder Slim Fit.
Boots
Chelsea Boots sind Stiefeletten mit Gummizug an der Seite. In den Sechzigern machten sie die Beatles und die Rolling Stones in London bekannt. Sie passen zu fast jedem Rock-Look, weil sie schmal sind und sauber aussehen.
Schnürboots mit dicker Sohle machen den Look härter. Hohe Chucks passen zu Punk und Indie. Endet der Hosensaum glatt auf dem Schuh, wirkt der Look schmal. Staut er sich, wirkt er lockerer.
Silberschmuck
Silber wirkt neben Schwarz und Leder kühler als Gold. Schon ein Ring oder eine Kette fällt auf, mit mehr Silber wird der Look lauter. Vorbild für viele ist Chrome Hearts, eine Luxusmarke aus Los Angeles. Sie macht vor allem Silberschmuck, ihr Logo zeigt ein Kreuz.
Rockstar Outfit Herren: vier Formeln zum Nachmachen
Alle unsere Shirts sind unisex. Die Formeln für Herren und Damen kannst du also tauschen.
- Bühne: ANTAGONIST in Vintage White mit pinkem Schriftzug, offene schwarze Lederjacke, schwarze gerade Jeans, Chelsea Boots. Pink ist die einzige Farbe, deshalb fällt sie auf.
- Punk, aufgeräumt: SHOTTIE in Schwarz, schwarze Jeans mit offenem Knie, weiße flache Sneaker, ein Silberring. Im Herbst kommt eine schwarze Jeansjacke darüber.
- Indie 2007: FUGITIVE mit Streifen in Grau und Schwarz, enge schwarze Jeans, hohe Chucks, kurze Lederjacke. Das Shirt ist Boxy, also etwas kürzer, deshalb passt die enge Hose.
- Rap-Rockstar: LAW OF ATTRACTION in Weiß mit dem Schriftzug MONEY NEEDS ME, weite Jeans, schwere Boots, zwei Silberketten. Die Dollarzeichen auf der Brust passen zum lauten Schmuck.
Rockstar Outfit Damen: vier Formeln zum Nachmachen
Eins der besten Vorbilder ist über 50 Jahre alt. 1975 erschien „Horses“, das erste Album der US-Sängerin Patti Smith. Auf dem Cover trägt sie ein schlichtes weißes Hemd aus dem Secondhandladen und eine schwarze Jacke über der Schulter. Schlicht und trotzdem ganz Rock.
- Patti Smith, heute: weißes Hemd oder weißes Shirt, schwarzer Blazer, schwarze gerade Jeans, Boots. Kein Schmuck, keine Farbe.
- Rock-Chic: ANTAGONIST vorne ein Stück in einen schwarzen Minirock gesteckt, schwarze Strumpfhose, Schnürboots, Lederjacke. Das Shirt steckt nur vorne, damit es locker bleibt.
- Shirt als Kleid: YOKO ONO ist extra lang und hat keine Schulternaht. Mit schmalem Gürtel auf der Taille und kniehohen Stiefeln wird es zum Kleid. Die Stickerei sitzt hinten, also zeig ruhig den Rücken.
- Indie-Party: FUGITIVE zu einer engen schwarzen Jeans mit hoher Taille, Ballerinas oder Chucks, dazu Kajal. Der Kajal darf verschmiert sein, das gehört so.
Rockstar Look jeden Tag: so viel, wie du willst
Ein Rock-Teil setzt einen Akzent. Mit allem zusammen trägst du die volle Montur. Wie viel, entscheidest du. Rock-Teile sind Lederjacke, Bandshirt, Boots, Nieten, Lederhose, Kajal und viel Schmuck. Dazu passen auch ganz normale Teile wie blaue Jeans, Hoodie, Mantel oder Sneaker. Ein paar Ideen:
- Schule oder Uni: Graphic Tee, blaue Jeans, Chelsea Boots.
- Büro: Bandshirt unter einem dunklen Sakko, schwarze Stoffhose, Chelsea Boots.
- Date: schwarzes Shirt, Lederjacke, gerade Jeans, saubere Sneaker.
- Konzert: die volle Uniform, mit Lederjacke, Bandshirt, Boots und Ring.
Rockstar Kostüm oder Outfit? Fünf Dinge, die den Look verändern
- Alles auf einmal: Nieten, Bandana, Lederhose, Sonnenbrille und fingerlose Handschuhe. Zusammen sind sie die volle Montur, und die kannst du an jedem Tag tragen.
- Alles neu: steife Jeans, glänzende Jacke, frischer Druck. Neue Teile wirken frisch und scharf, getragene haben schon ihre Spuren.
- Gedruckte Löcher: Aufgedruckte Risse und künstliche Flecken wirken gleichmäßiger als echte.
- Weite Lederjacke: Sitzt die Schulternaht am Oberarm, wirkt der Look lockerer als mit der klassischen Bikerjacke.
- Viele Farben: Klassischer Rock lebt von Schwarz und einer Farbe. Mit mehr Farben rückt der Look näher an Glam Rock.
Und wenn du ein Kostüm für eine Party suchst? Dann nimm alles, was geht: Glitzer wie Bowie, viel Kajal, Plastikgitarre.
Und die Schlange vor dem Konzert? Da steht einer im Bandshirt neben einer in voller Montur. Rock sind beide.
Quellen15
- Wikipedia: Der Wilde, Film von 1953 (deutsch)
- Wikipedia: The Wild One (englisch)
- Wikipedia: Ramones (englisch)
- Wikipedia: Perfecto motorcycle jacket (englisch)
- Wikipedia: Glam rock (englisch)
- Wikipedia: Ziggy Stardust, Kunstfigur von David Bowie (englisch)
- Wikipedia: Punk fashion (englisch)
- Wikipedia: Grunge fashion (englisch)
- Wikipedia: Indie sleaze (englisch)
- Wikipedia: Is This It, Album von The Strokes (englisch)
- Wikipedia: Rockstar, Song von Post Malone (englisch)
- The Diamondback: Metal, rap and fashion: The art of looking violent (13.11.2016, englisch)
- Wikipedia: Chelsea boot (englisch)
- Wikipedia: Chrome Hearts (englisch)
- Wikipedia: Horses, Album von Patti Smith (englisch)
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